Wenn es ums Recht geht

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In unserer Reihe „Löwen-Vorstände“: Ulfried Rudolph

Ulfried Rudolph, Vorstandsmitglied bei Genossenschaftsladen im Löwen eG. Tübingen 2015. Foto: Martin Schreier / schreier.co
Ulfried Rudolph, Vorstandsmitglied bei Genossenschaftsladen im Löwen eG. Tübingen 2015. Foto: Martin Schreier / schreier.co

 

Nachdem er nun seit 33 Jahre in der Ammergasse wohnt, sei sein Interesse an dem Genossenschaftsladen doch selbstverständlich, findet Ulfried Rudolph. „Mit dem Fahrrad zum Rewe rausfahren, ist jedenfalls keine Option. Und meine Frau hat mich auch gedrängt, dass ich da mitmache“, so der 69-Jährige, der das älteste Mitglied des Löwen-Vorstands ist.

Wie sein Kollege Hans Kihm bringt Ulfried Rudolph Erfahrungen in der Buchhaltung mit. Obwohl er seit einigen Jahren in Rente ist, erledigt er für drei Vereine die Buchhaltung. Für rund fünfzig Angestellte der Anwaltskanzlei Dachs, Bartling, Spohn und Partner sowie für drei Privatleute hat er die Personalabrechnung übernommen. Seine beruflichen Wurzeln liegen allerdings woanders.

Studium der Jurisprudenz

1945 in Stuttgart geboren und aufgewachsen, kam Ulfried Rudolph 1966 nach dem Abitur zum Jurastudium nach Tübingen. Eilig hatte er es damit aber nicht. „Während der ersten drei Monate hat mich die Uni nicht zu sehen bekommen“, erzählt er. Sein erstes Staatsexamen absolvierte er 1971, das zweite 1975. Zwischendrin heuerte er in der Tübinger Anwaltskanzlei Götz, Böckle und Schlipf an. Dort wühlte er sich mit einem solchen Elan durch die Zwangsvollstreckungsakten, dass man ihn nach drei Monaten drängte, doch endlich sein Examen zu machen. Nach bestandenem Examen übernahm ihn die Kanzlei.

Parallel zur Arbeit in der Kanzlei wirkte er für eine EDV-Firma an einem Abrechnungsprogramm für Zwangsvollstreckungen mit.

Nach dessen Vollendung reiste Ulfried Rudolph kreuz und quer durch die Bundesrepublik und hielt Schulungen. Zu seiner Arbeit als Anwalt blieb nicht mehr viel Zeit. Mit dem Wechsel zur Tübinger Kanzlei Dachs Bartling Spohn und Partner konnte er seine Arbeitsfelder besser unter einen Hut bringen. Ab 1999 arbeitete er in seiner eigenen Kanzlei, die er aber mit dem Eintritt ins Rentenalter umgehend schloss.

Engagement für Wachkomapatienten

In seinem außerberuflichen Leben ist Ulfried Rudolph Vorstand eines Studentenwohnheims. Zudem engagiert er sich seit Jahren für Wachkomapatienten. Er half mit für den Verein Ceres eine Stiftung aufzubauen, deren Vorsitzender er bis zum Jahr 2013 war. Nach wie vor ist er Kuratoriumsmitglied der Stiftung.

Zu seinen Hobbies zählten lange Jahre Helikopter-Skiing und Wildwasserpaddeln. Heute wälzt Ulfried Rudolph lieber alte Klassiker und zitiert Karl Julius Weber mit den Worten: „Ein Buch, das nicht wert ist zweimal wenigstens gelesen zu werden, ist auch nicht wert, dass man es einmal liest.“ Manchmal greift er aber auch zu neuem Lesestoff. „Ich bin aber auch so gut ausgelastet“, sagt Ulfried Rudolph.

In der Genossenschaft übernimmt Ulfried Rudolph als Vorstand Aufgaben, in denen seine Rechtskenntnis von nutzen ist. Es ist immer von Vorteil, einen streitbaren Anwalt in den eigenen Reihen zu haben, der sich darüber hinaus auch noch mit Finanzen und Buchhaltung auskennt. (sc)

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